Vom vagen Vorsatz zum klaren Ziel

Januar 2026

Silvester ist dieser besondere Moment zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Ein Abschluss, ein Neustart – zumindest fühlt es sich so an. Viele Menschen nutzen diesen Moment, um Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Sie wollen abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, einen Sprachkurs beginnen, den Job kündigen oder weniger arbeiten und mehr Me-Time genießen.

Vielleicht hast auch du zum Jahreswechsel Vorsätze für das neue Jahr gefasst. Wie fühlen sie sich jetzt an, wo das neue Jahr schon einige Tage alt ist? Haben sie noch die gleiche Kraft wie in der Silvesternacht? Oder ist der Alltag bereits wieder eingekehrt?

Vorsätze sind grundsätzlich etwas Gutes. Und doch kommen wir mit ihnen oft gar nicht erst in die Umsetzung oder geben viel zu schnell auf. Wenn uns all die Dinge, die wir uns vornehmen, wirklich wichtig wären, würden wir sie sofort angehen – und ihre Umsetzung nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt verschieben. Wir würden mehr davon tatsächlich leben.

Was sind Vorsätze?

Um zu verstehen, warum wir so häufig an unseren Vorsätzen scheitern, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, was Vorsätze eigentlich sind. Vorsätze sind Absichten oder Wünsche. Sie entstehen meist aus dem Gefühl heraus, dass sich etwas ändern sollte.

Oft sind sie jedoch sehr vage formuliert:
„Ich will abnehmen.“
„Ich will mehr Sport machen.“

Das Wie und das Bis wann fehlen. Wir wünschen uns etwas, ohne konkret zu werden. Viele Vorsätze gehören damit in die Kategorie: „Es wäre schön, wenn – aber wenn nicht, ist es auch in Ordnung.“

Wenn du wirklich etwas verändern möchtest, brauchst du mehr als einen Vorsatz. Du brauchst ein Ziel.

Ziele sind mächtig

Ein Ziel hat deutlich mehr Gewicht, weil es konkret ist. Es ist eine bewusste Entscheidung, die Richtung, Sinn und Umsetzung kennt. Ein Ziel ist ein Vorsatz, der zu Ende gedacht wurde. Es sagt: „Ich weiß, was ich will, warum ich das will – und wie ich beginne.“

Veränderung braucht keinen Jahreswechsel

Wir haben jeden Tag die Möglichkeit, unser Leben neu auszurichten. Wir müssen – und sollten – nicht auf Silvester warten, um etwas zu verändern. Am Ende ist Silvester auch nur der Übergang von einem Tag zum nächsten. Die Jahreszahl hat sich verändert – doch für die Umsetzung unserer Vorsätze oder Ziele bedeutet das meist sehr wenig.

Klarheit schaffen

Wenn du also mit deinen Vorsätzen noch nicht ins Handeln gekommen bist, nimm dir einen Moment Zeit und stelle dir ehrliche Fragen:

  • Habe ich einen Vorsatz formuliert oder ein klares Ziel?
  • Will ich das wirklich – oder glaube ich, dass ich es wollen sollte?
  • Steht hinter meinem Vorsatz vielleicht ein ganz anderer Wunsch?
  • Warum will ich das?
  • Was bringt es mir – jetzt und langfristig?
  • Wie sieht mein allererster Schritt aus?

Wenn du diese Fragen für dich beantwortet hast, formuliere daraus dein Ziel. Und keine Sorge: Ein Ziel muss nicht überwältigend groß sein. Es darf wachsen.

Ein Beispiel:
Ich gehe ab sofort jeden Montag und Donnerstag joggen. Bewegung hilft mir, Stress abzubauen und den Kopf freizubekommen. Sie ist ein wichtiger Ausgleich zu meinem bewegungsarmen Schreibtischjob und stärkt langfristig meine körperliche und mentale Gesundheit. Mein erster Schritt: Ich packe heute meine Sportuhr aus, die ich letztes Jahr gekauft, aber nie benutzt habe, und kaufe mir morgen gute Laufschuhe.

Bereit für echte Veränderung?

Wenn du das Thema Ziele noch intensiver angehen möchtest, dir ein erfüllteres Leben wünschst, aber aktuell das Gefühl hast, dass …

  • dir etwas Grundlegendes im Leben fehlt,
  • dein jetziges Leben nicht wirklich zu dir passt,
  • dir Sinn und Klarheit in deinem Tun fehlen,
  • eine Veränderung ansteht,
  • du im Alltagstrott feststeckst und nur noch „funktionierst“,

findest du in meinem Workbook „Ich will mehr!“ eine konkrete Anleitung. 

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